
Beginne mit der genauen Modellvariante und dem dokumentierten Betriebszustand. Vergleiche dann Eingangsleistung, Lichtabgabe, Verteilung und Effizienz jeweils unter passenden Messbedingungen. Markiere fehlende Angaben ausdrücklich. So erkennst du, welche Schlüsse ein Datenblatt für eine Kaufentscheidung trägt.
Vier Kennzahlen, vier verschiedene Fragen
Bei einer vollständigen Leuchte ist die elektrische Eingangsleistung inklusive Treiber relevant. Verwende PPF und Watt aus demselben Betriebspunkt, wenn du die Photonen-Effizienz als PPF geteilt durch Eingangsleistung berechnest. Vergleiche nur Werte für denselben Wellenlängenbereich. In der unten genannten DLC-Spezifikation umfasst PPF 400 bis 700 nm.
| Kennzahl | Einheit | Was der Wert beschreibt |
|---|---|---|
| Eingangsleistung | W | Elektrische Leistungsaufnahme der Leuchte im angegebenen Zustand. |
| PPF | µmol/s | Gesamter photosynthetischer Photonenfluss der Leuchte im definierten Spektralbereich. |
| PPFD | µmol/(m²·s) | Photosynthetische Photonenflussdichte an einem Messpunkt auf einer Ebene. |
| Photonen-Effizienz (PPE) | µmol/J | Menge photosynthetisch wirksamer Photonen pro Joule elektrischer Energie. |
Eine PPFD-Karte lesen
Suche zuerst nach Abstand zwischen Leuchte und Messebene, Fläche, Raster und Betriebszustand. Prüfe, ob eine reflektierende Umgebung verwendet wurde und ob die Karte gemessen oder simuliert ist. Vergleiche bei gleicher Fläche und vergleichbarem Raster die Verteilung samt Randwerten. Ein einzelner Spitzenwert beschreibt nur einen Punkt.
Frage bei Messkarten nach Sensortyp, Kalibrierung und Messunsicherheit. Bei Simulationen helfen Angaben zur verwendeten Lichtverteilung und zu den Annahmen über die Umgebung. Fehlen diese Angaben, halte die Einschränkung im Vergleich fest.
Zwei fiktive Datenblätter vergleichen
A und B sind Rechenbeispiele. Beide geben die vollständige Eingangsleistung und PPF im gleichen Spektralbereich bei voller Leistung an. A nennt 100 W und 250 µmol/s, B 120 W und 288 µmol/s. Das ergibt 2,50 beziehungsweise 2,40 µmol/J. A hat in diesem Beispiel die höhere Effizienz, B den höheren Gesamtfluss.
A legt eine Karte mit dokumentiertem Raster vor. B nennt nur einen Spitzenwert ohne Fläche oder Abstand. Die Effizienzangaben sind im Beispiel vergleichbar. Die Lichtverteilung bleibt offen, bis für B eine Karte unter passenden Bedingungen vorliegt. Halte dieses Ergebnis getrennt von Preis, Garantie und Kompatibilität fest.
Checkliste für die Anfrage beim Anbieter
Halte für jedes Feld den Wert und das zugehörige Dokument fest. Markiere die Angabe als vergleichbar, eingeschränkt vergleichbar oder fehlend. Bitte bei offenen Punkten um die Unterlagen zur exakten Modellvariante.
- Modell, Version, Treiber und dokumentierte Eingangsleistung.
- PPF, Wellenlängenbereich, Effizienz und zugehöriger Betriebszustand.
- PPFD-Karte mit Fläche, Abstand, Raster, Umgebung und Messmethode.
- Prüfbericht, Anleitung, Steuerungskompatibilität, Garantie und Wartungsangaben.
Betriebskosten und Einsatz in der Schweiz einordnen
Übernimm für die Kostenrechnung die dokumentierte Eingangsleistung und deinen eigenen Stromtarif. Prüfe für den Einsatzort separat die Installations- und Sicherheitsunterlagen. Kläre offene Fragen zu Anschluss, Feuchtigkeit und Montage mit einer qualifizierten Fachperson.
Die Datenblattprüfung ist auch für die Beschaffung in der bewilligten medizinischen Cannabisproduktion relevant. Dort werden die Eignung der Ausrüstung und die Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Bewilligung im jeweiligen Betrieb separat beurteilt.
Mit einer Vergleichsliste weiterplanen
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Jetzt kostenlos Mitglied werdenQuellen & Transparenz
- DesignLights Consortium: Technical Requirements for LED-Based Horticultural Lighting, Version 4.0
- Illuminating Engineering Society: Horticultural Lighting Design and Déjà Vu
Quellen geprüft am 7. November 2026. Das Zahlenbeispiel dient ausschliesslich der Einordnung von Datenblättern. Die DLC-Spezifikation ist eine technische Referenz.